Hausrat berechnen bedeutet: Den genauen Wert aller beweglichen Gegenstände in deiner Wohnung bestimmen. Dieser Wert ist die Grundlage für deine Versicherungssumme. Zu niedrig = Unterversicherung. Zu hoch = unnötige Kosten.
Schritt 1: Die Faustformel anwenden
Der schnellste Weg zur Versicherungssumme?: Wohnfläche in qm × 650 Euro. Diese Formel gilt für durchschnittlich eingerichtete Haushalte.
- 50 qm → 32.500 Euro
- 70 qm → 45.500 Euro
- 100 qm → 65.000 Euro
- 120 qm → 78.000 Euro
Bei gehobenem Inventar? (hochwertige Elektronik, Designer-Möbel, Kunstgegenstände?) nutze 900 Euro/qm. Bei Luxus-Haushalten sind 1.200 Euro/qm angemessen.
Schritt 2: Hochwertige Einzelgegenstände separat auflisten
Die Faustformel erfasst keine Einzelgegenstände über der Wertsachen-Grenze (meist 20% der Versicherungssumme). Diese musst du separat angeben:
- Schmuck, Uhren, Gold
- Kunstgegenstände, Antiquitäten
- Musikinstrumente über 2.000 Euro
- Hochwertige Kameras, Drohnen
- Sammlungen (Münzen, Briefmarken)
Solche Gegenstände sind entweder als Einzelposition anzugeben oder benötigen eine Zusatzversicherung.
Schritt 3: Gesamtsumme prüfen und Rechner nutzen
Nutze unseren kostenlosen Versicherungssumme-Rechner um die ermittelte Summe zu verifizieren. Er berücksichtigt Wohnfläche?, Ausstattungsklasse und Zusatzrisiken.
Was passiert bei Unterversicherung?
Wenn die Versicherungssumme unter dem tatsächlichen Hausratwert liegt, spricht man von Unterversicherung?. Im Schadensfall erstattet die Versicherung nur anteilig: Ist der Hausrat? 20% unterversichert, zahlt die Versicherung auch nur 80% des Schadens.
Unterversicherungsverzicht als Lösung
Viele Tarife bieten eine Klausel? zum Unterversicherungsverzicht: Bei korrekt gemeldeter Wohnfläche und Verwendung der 650-Euro-Formel verzichtet die Versicherung auf die anteilige Kürzung im Schadensfall?. Das gibt Sicherheit.