Die Versicherungssumme ist das Herzstück jeder Hausratversicherung. Zu niedrig: Unterversicherung mit fatalen Folgen im Schadensfall. Zu hoch: Geldverschwendung. So berechnest du deinen genauen Hausratwert.
Was ist die Versicherungssumme?
Die Versicherungssumme? ist der Betrag, den du für die Wiederbeschaffung deines gesamten Hausrats ausgeben müsstest, wenn alles auf einmal zerstört würde. Sie sollte dem aktuellen Neuwert? aller Gegenstände entsprechen.
Die Faustregel: 650 Euro pro m² Wohnfläche
Die einfachste Methode: Wohnfläche? × 650 Euro. Bei 80 m² ergibt das 52.000 Euro Versicherungssumme. Diese Faustregel ist für Durchschnittshaushalte ein guter Richtwert – aber sie reicht nicht wenn du überdurchschnittlich viel Wert besitzt.
Genaue Methode: Inventarliste erstellen
Für eine präzise Berechnung gehst du Zimmer für Zimmer vor:
- Wohnzimmer: Möbel, TV, HiFi, Dekoration
- Küche: Einbauküche, Geräte, Geschirr
- Schlafzimmer: Bett, Schrank, Kleidung, Schmuck
- Arbeitszimmer: Computer, Drucker, Bücher, Schreibtisch
- Keller?/Garage: Werkzeug, Fahrräder, Gartengeräte?
Tipp: Viele Versicherungsanbieter bieten online einen Hausratwert-Rechner an.
Unterversicherung: Der gefährlichste Fehler
Wenn der tatsächliche Hausratwert höher ist als die Versicherungssumme, liegt Unterversicherung? vor. Im Schadensfall? zahlt der Versicherer dann nur anteilig. Beispiel: Hausratwert 80.000 Euro, Versicherungssumme 60.000 Euro (75 %) → im Totalschaden? zahlt die Versicherung auch nur 75 % der Schadenssumme.
Unterversicherungsverzicht: Die wichtige Klausel
Viele moderne Tarife bieten einen Unterversicherungsverzicht: Bei ausreichend hoher Versicherungssumme (oft mindestens 650 Euro/m²) verzichtet der Versicherer auf den Einwand der Unterversicherung. Das bedeutet: Selbst wenn der Schaden etwas höher ist als die Summe, zahlt er voll.
Wie oft sollte ich die Versicherungssumme anpassen?
Bei wesentlichen Änderungen – neue Möbel, teure Elektronik, Erbschaft, Schmuckkauf – sofort anpassen. Routine-Check alle 2–3 Jahre.
FAQ: Versicherungssumme berechnen
Was ist wenn meine tatsächliche Summe über der vereinbarten liegt?
Unterversicherung – sofort anpassen! Im Schadensfall bekommst du nur den proportionalen Anteil.
Zählt die Einbauküche zur Versicherungssumme?
Als Mieter?: ja. Als Eigentümer: je nach Vertrag (manchmal Wohngebäudeversicherung).
Kann ich die Versicherungssumme unterjährig erhöhen?
Ja, bei den meisten Anbietern jederzeit möglich. Die Prämie? wird anteilig angepasst.
Was die Prämie bei Deckungßumme beeinflusst
Die Prämie einer Hausratversicherung wird durch mehrere Faktoren bestimmt: Versicherungssumme (je höher, desto teurer), Postleitzahl (Risikozone des Wohnorts), Wohnfläche (in qm), Selbstbeteiligung (höher = günstiger), gewählte Bausteine (Elementar, Fahrrad, Glas etc.), Laufzeit (mehrjährig = Rabatt), Zahlungsweise (jährlich = günstiger). Durchschnittlich zahlen deutsche Haushalte 60–120 Euro pro Jahr für eine gute Hausratversicherung.
Warum sich der Vergleich bei Deckungßumme lohnt
Preisunterschiede zwischen Anbietern für identische Leistungen betragen oft 20–60 Euro pro Jahr. Bei 10 Jahren Vertragslaufzeit ergibt das 200–600 Euro Unterschied. Ein Online-Vergleich kostet 10 Minuten und ist kostenlos. Nutzen Sie mindestens zwei Vergleichsportale und prüfen Sie zusätzlich FRIDAY und HUK24 direkt. Schließen Sie nie ab, ohne mindestens 5 Angebote gesehen zu haben.
Kosten im Zeitverlauf: Wenn Prämien steigen
Viele Versicherer passen Prämien jährlich an — oft durch Beitragsanpassungsklauseln im Vertrag. Bei Erhöhungen über 5% haben Versicherungsnehmer meist ein Sonderkündigungsrecht. Nutzen Sie dieses Recht aktiv: Markt vergleichen, besseren Tarif? finden, wechseln. Statistisch zahlen treue Kunden nach 5+ Jahren oft 20-40 Euro mehr als Neukunden. Wechselwille senkt langfristig Kosten. Einige Versicherer bieten Bestandskundenboni — aber diese kompensieren selten den Vorteil eines Wechsels.
Einsparmöglichkeit: Überprüfen Sie jetzt Ihren laufenden Vertrag: Stimmt die Versicherungssumme noch? Gibt es günstigere Tarife mit gleicher Leistung? Haben Sie die Selbstbeteiligung? optimiert? Diese drei Punkte allein können jährlich 20-40 Euro sparen — ohne jeglichen Leistungsverlust.
Häufige Fragen zu Hausratversicherungssumme berechnen: Unt
Wie berechne ich die richtige Versicherungssumme?
Die Standardformel: Wohnfläche in qm × 650 € = Versicherungssumme. Diese Faustregel deckt einen durchschnittlich eingerichteten Haushalt ab. Wer hochwertige Möbel, teure Elektronik oder Sammlerstücke hat, sollte die Summe höher ansetzen – und Einzelobjekte über 1.000 € explizit im Vertrag nennen.
Muss ich jeden Schaden melden, auch kleine?
Nicht unbedingt. Sehr kleine Schäden unter dem Selbstbehalt lohnen sich nicht zu melden. Außerdem: Zu viele Schäden in kurzer Zeit können zu Prämienerhöhungen führen oder im Extremfall zur Kündigung? durch den Versicherer. Daher: Kleinschäden selbst tragen, nur relevante Schäden melden.
Was ist der Unterschied zwischen Hausrat?- und Gebäudeversicherung?
Hausratversicherung: Schützt dein persönliches Eigentum (alles, was du beim Umzug? mitnehmen würdest). Wohngebäudeversicherung: Schützt das Gebäude selbst (Wände, Dach, fest eingebaute Heizung). Als Mieter brauchst du nur die Hausratversicherung – die Gebäudeversicherung ist Sache des Vermieters.
Deckungßumme: Preistabelle Hausratversicherung — was ist realistisch?
| Wohnfläche | Versicherungssumme | Jahresprämie (Basis) | Jahresprämie (Premium) |
|---|---|---|---|
| bis 40 qm | 26.000 € | 45–70 € | 80–130 € |
| 40–70 qm | 39.000 € | 60–100 € | 110–170 € |
| 70–100 qm | 58.500 € | 85–140 € | 150–230 € |
| 100–130 qm | 78.000 € | 110–180 € | 190–280 € |
| über 130 qm | 100.000 €+ | 140–240 € | 230–380 € |
Werte gelten für mittlere Risikoklassen. Hochrisikogebiete (z.B. Großstädte NRW) können bis zu 40 % teurer sein.