Drohnen: beliebtes Hobby, unterschätzte Risiken
Drohnen sind in den letzten Jahren immer beliebter geworden. Ein hochwertiger DJI-Copter kostet 1.000–5.000 Euro, Profi-Modelle noch mehr. Neben dem Gerät selbst gibt es ein weiteres wichtiges Thema: Die Drohne? kann auch anderen Schäden zufügen – und das kann teuer werden. Was braucht man wirklich?
Versicherung Teil 1: Die Drohne selbst
Deine Drohne als Gerät ist Teil des Hausrats und grundsätzlich in der Hausratversicherung mitversichert. Aber es gelten wichtige Einschränkungen:
- Im Haus: Gegen Einbruchdiebstahl?, Brand, Leitungswasser versichert
- Beim Fliegen: Absturzschäden an der Drohne selbst sind NICHT durch die Hausratversicherung abgedeckt
- Im Auto gestohlen: Begrenzte Deckung (Kfz-Inhalt-Klausel? prüfen)
Für den Schutz der Drohne beim Fliegen (Absturz, Fehlfunktion) gibt es separate Drohnen-Kaskoversicherungen, z.B. bei Versicherern wie Allianz, Hepster oder SkyGuardian.
Versicherung Teil 2: Drohnen-Haftpflicht – PFLICHT!
Das wichtigste Thema bei Drohnen ist die Haftpflichtversicherung. Wenn deine Drohne abstürzt und dabei:
- Eine Person verletzt
- Ein Auto beschädigt
- Ein Gebäude trifft
- Andere Drohnen oder Flugzeuge gefährdet
...bist du haftbar. Diese Schäden können schnell hunderttausende Euro kosten. Seit 2021 ist eine Drohnen-Haftpflichtversicherung in Deutschland gesetzlich Pflicht für alle Drohnen ab 250 g oder mit Kamera (unabhängig vom Gewicht).
Ist die Drohne über die private Haftpflicht versichert?
Die meisten privaten Haftpflichtversicherungen schließen Schäden durch Drohnen und Luftfahrzeuge explizit aus! Nur wenige Anbieter bieten einen Drohnen-Einschluss in der Privatpolitik. Der Regelfall ist eine separate Drohnen-Haftpflicht.
Kosten: Ca. 10–30 Euro/Jahr für eine Drohnen-Haftpflichtversicherung – extrem günstig im Verhältnis zum Risiko.
EU-Drohnenregulierung und Versicherungspflicht
Seit Januar 2021 gilt die EU-weite Drohnenverordnung. Die wichtigsten Punkte:
- Drohnen über 250 g: Registrierung beim LBA Pflicht
- Drohnen über 250 g oder mit Kamera: Versicherungspflicht
- Ohne Versicherung fliegen: Bußgeld bis 10.000 Euro möglich
Checkliste Drohne versichern
- Drohnen-Haftpflicht abschließen (PFLICHT!)
- Drohne beim LBA registrieren (bei Gewicht über 250 g)
- EU-Operator-ID an der Drohne befestigen
- Drohnen-Kasko: Optional, aber bei teuren Modellen sinnvoll
- Privatpolitik: Ausschluss? von Drohnen prüfen und ggf. ergänzen
Drohne: So schützt du deine Elektronik optimal
Elektronikgeräte sind nach Möbeln der zweitgrößte Hausratposten. Durchschnittlicher Elektronikwert in deutschen Haushalten: 8.000–15.000 Euro. Das schließt ein: Smartphones (600–1.500 Euro), Laptops (500–2.000 Euro), TV-Geräte (400–2.000 Euro), Spielekonsolen (400–600 Euro), Tablets (300–1.500 Euro). Alle diese Geräte sind durch die Hausratversicherung gegen Einbruchdiebstahl und Feuer abgesichert — aber nicht gegen technische Defekte.
Drohne: Wann technische Schäden nicht versichert sind
Die Hausratversicherung deckt keine technischen Defekte — ein kaputter Akku, ein defekter Bildschirm durch Herunterfallen oder ein überhitzter Motor zahlt die Hausratversicherung nicht. Für diese Risiken gibt es Geräteversicherungen (Apple Care+, Samsung Care+) oder eigenständige Elektronikversicherungen. Bei Geräten über 1.000 Euro Euro lohnt sich der Aufpreis für eine Geräteschutzversicherung oft.
Smartphone und Tablet: Versicherungslücken kennen
Smartphones sind heute 600-1.500 Euro wert — und gleichzeitig das am häufigsten beschädigte oder gestohlene Gerät. Die Hausratversicherung deckt Diebstahl? (auch Taschendiebstahl mit Zusatzklausel), nicht aber Displaybruch durch Fallen. Für Displayschutz braucht man eine Handyversicherung (direkt beim Hersteller oder Spezialanbieter). Wichtig: Nach Diebstahl sofort Anzeige erstatten und IMEI-Nummer bereithalten. Diese steht auf dem Originalkarton oder unter *#06# abrufbar.
Tipp: Fotografieren Sie alle Elektronikgeräte mit sichtbarer Seriennummer und speichern Sie die Fotos in der Cloud. Bewahren Sie Originalkartons und Kaufbelege mindestens so lange auf, wie die Geräte in Gebrauch sind. Diese Dokumentation beschleunigt die Schadensabwicklung erheblich und vermeidet Diskussionen über den Wert.
Das fragen Leser zu Drohne versichern: Hausratvers
Wie berechne ich die richtige Versicherungssumme?
Die Standardformel: Wohnfläche? in qm × 650 € = Versicherungssumme?. Diese Faustregel deckt einen durchschnittlich eingerichteten Haushalt ab. Wer hochwertige Möbel, teure Elektronik oder Sammlerstücke hat, sollte die Summe höher ansetzen – und Einzelobjekte über 1.000 € explizit im Vertrag nennen.
Muss ich jeden Schaden melden, auch kleine?
Nicht unbedingt. Sehr kleine Schäden unter dem Selbstbehalt? lohnen sich nicht zu melden. Außerdem: Zu viele Schäden in kurzer Zeit können zu Prämienerhöhungen führen oder im Extremfall zur Kündigung? durch den Versicherer. Daher: Kleinschäden selbst tragen, nur relevante Schäden melden.
Was ist der Unterschied zwischen Hausrat?- und Gebäudeversicherung?
Hausratversicherung: Schützt dein persönliches Eigentum (alles, was du beim Umzug? mitnehmen würdest). Wohngebäudeversicherung: Schützt das Gebäude selbst (Wände, Dach, fest eingebaute Heizung). Als Mieter? brauchst du nur die Hausratversicherung – die Gebäudeversicherung ist Sache des Vermieters.
Richtige Versicherungssumme für Drohne
Wenn die Versicherungssumme unter dem tatsächlichen Hausratwert liegt, spricht man von Unterversicherung. Im Schadensfall? zahlt die Versicherung dann nur anteilig:
Formel: Erstattung = Schaden × (Versicherungssumme ÷ tatsächlicher Wert)
Beispiel: Hausratwert 60.000 €, Versicherungssumme 40.000 €, Schaden 6.000 € → Erstattung nur 4.000 €. Das ist ein Verlust von 2.000 € durch Unterversicherung?. Vermeidung: Versicherungssumme alle 3–5 Jahre aktualisieren.
Häufig gestellte Fragen
Wie hoch sollte die Versicherungssumme meiner Hausratversicherung sein?
Als Faustregel gilt: 650 bis 700 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche. Bei hochwertiger Einrichtung, teuren Elektrogeräten oder Sammlungen sollten Sie die Summe entsprechend erhöhen. Eine Inventarliste? hilft dabei, den tatsächlichen Wert exakt zu ermitteln.
Was ist der Unterschied zwischen Neuwert? und Zeitwert??
Der Neuwert entspricht dem aktuellen Kaufpreis eines gleichwertigen neuen Gegenstands. Der Zeitwert berücksichtigt Alter und Abnutzung. Im Schadensfall bedeutet ein Zeitwerttarif deutlich geringere Entschädigungen – besonders bei älteren Geräten. Wählen Sie immer einen Neuwerttarif.
Wann greift die grobe Fahrlässigkeit?
Grobe Fahrlässigkeit liegt vor, wenn Sie die im Verkehr übliche Sorgfalt in besonders schwerem Maße verletzt haben – etwa wenn Sie vergessen haben, ein Fenster zu schließen, bevor Sie in den Urlaub fahren. Viele Premium-Tarife schließen grobe Fahrlässigkeit? ein und verzichten auf die Kürzung der Entschädigung?.
Wie kann ich bei der Hausratversicherung sparen?
Am meisten sparen Sie durch: regelmäßigen Tarifvergleich (alle 2 Jahre), Jahreszahlung statt monatlich (ca. 5 Prozent Rabatt), höheren Selbstbehalt, Sicherheitsmaßnahmen wie VdS-Schlösser oder Alarmanlage. Auch der Wechsel zu einem Direktversicherer kann die Prämie? erheblich senken.
Gilt die Hausratversicherung auch für Gegenstände außerhalb der Wohnung?
Ja – über die sogenannte Außenversicherung. Diese schützt Ihren Hausrat auch unterwegs, z. B. im Hotel, Auto oder am Urlaubsort. Typischerweise ist die Außenversicherung? auf 10 bis 20 Prozent der Versicherungssumme begrenzt. Für Fahrräder ist meist ein separater Einschluss nötig.