Hausratversicherung für Vermieter mit mehreren Wohnungen: Was Sie wissen müssen

2 Min. Lesezeit
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Als Vermieter mit mehreren Wohnungen brauchen Sie die richtigen Versicherungen. Was Vermieter wissen müssen, welche Policen sinnvoll sind und was die Hausratversicherung betrifft.

Das Wichtigste in Kürze
  • Vermieter und Hausratversicherung: Grundlegende Trennung
  • Möblierte Vermietung: Ihr Inventar braucht eine Police
  • Airbnb und Kurzzeitvermietung: Besondere Risiken
  • Mehrere Objekte: Flotten-Versicherung oder Einzelpolicen?
  • Jetzt Tarife kostenlos vergleichen →
Redaktionell geprüft · hausratversicherung.one · 2026

Vermieter und Hausratversicherung: Grundlegende Trennung

Als Vermieter müssen Sie grundsätzlich verstehen: Die Hausratversicherung des Mieters versichert seinen Hausrat? — nicht Ihrer als Vermieter. Als Eigentümer brauchen Sie andere Versicherungen: die Wohngebäudeversicherung (Pflicht für sorgfältige Eigentümer) für das Gebäude, und für möblierte Vermietungen eine eigene Hausratversicherung für das bereitgestellte Inventar?.

Möblierte Vermietung: Ihr Inventar braucht eine Police

Wer möbliert vermietet — Ferienwohnung, möbliertes Apartment, Studentenzimmer — stellt eigenes Inventar zur Verfügung. Dieses Inventar (Möbel, Haushaltsgeräte, Bettwäsche, Küche) ist nicht durch die Mieter?-Hausratversicherung geschützt. Als Vermieter brauchen Sie dafür eine eigene Hausratversicherung (oder Erweiterung Ihrer bestehenden Police). Vorsicht: Viele Standardtarife schließen gewerbliche Vermietung aus — Versicherer explizit informieren.

Airbnb und Kurzzeitvermietung: Besondere Risiken

Kurzzeitvermietung über Airbnb oder ähnliche Plattformen stellt Versicherungen vor Herausforderungen. Viele Hausratversicherungen schließen gewerbliche Nutzung aus — Airbnb kann als gewerblich eingestuft werden. Lösungen: Airbnb bietet eine eigene Host-Schutzversicherung. Alternativ: Spezielle Vermieter-Policen für Kurzzeitvermietung. Immer vorab abklären — im Schadensfall? nach einem Gast kann sonst die Leistung verweigert werden.

Mehrere Objekte: Flotten-Versicherung oder Einzelpolicen?

Wer 3+ Wohnungen besitzt, sollte Angebote für Portfolioversicherungen oder Rahmenverträge prüfen. Einige Versicherer bieten speziell für Vermieter-Portfolios Pauschalkonditionen an. Vorteile: günstigerer Preis durch Volumen, einfachere Verwaltung, ein Ansprechpartner. Nachteil: Weniger Flexibilität per Objekt. Für 1-2 Objekte: Einzelpolicen bei günstigsten Anbietern sind meist besser.

Wohngebäudeversicherung vs. Hausratversicherung für Vermieter

Klare Trennung: Wohngebäudeversicherung (Vermieter-Pflicht): deckt Gebäude, Heizung, Sanitär, fest eingebaute Teile. Hausratversicherung des Mieters: deckt Mieter-Inventar (nicht Ihre Sorge). Hausratversicherung des Vermieters: nur nötig bei möblierter Vermietung — deckt das von Ihnen bereitgestellte Mobiliar?. Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht: deckt Schäden die von Ihrem Objekt ausgehen (Dachziegel fällt, Glatteis auf Gehweg).

Häufig gestellte Fragen

Das fragen Leser zu Hausratversicherung für Vermie

Wie berechne ich die richtige Versicherungssumme?

Die Standardformel: Wohnfläche? in qm × 650 € = Versicherungssumme?. Diese Faustregel deckt einen durchschnittlich eingerichteten Haushalt ab. Wer hochwertige Möbel, teure Elektronik oder Sammlerstücke hat, sollte die Summe höher ansetzen – und Einzelobjekte über 1.000 € explizit im Vertrag nennen.

Muss ich jeden Schaden melden, auch kleine?

Nicht unbedingt. Sehr kleine Schäden unter dem Selbstbehalt? lohnen sich nicht zu melden. Außerdem: Zu viele Schäden in kurzer Zeit können zu Prämienerhöhungen führen oder im Extremfall zur Kündigung? durch den Versicherer. Daher: Kleinschäden selbst tragen, nur relevante Schäden melden.

Was ist der Unterschied zwischen Hausrat- und Gebäudeversicherung?

Hausratversicherung: Schützt dein persönliches Eigentum (alles, was du beim Umzug? mitnehmen würdest). Wohngebäudeversicherung: Schützt das Gebäude selbst (Wände, Dach, fest eingebaute Heizung). Als Mieter brauchst du nur die Hausratversicherung – die Gebäudeversicherung ist Sache des Vermieters.

Besondere Mieter-Situation: Welche Police passt?

Spezielle Wohn- und Lebenssituationen erfordern angepassten Versicherungsschutz. Wer in einer besonderen Situation lebt — WG, Studenten-Apartment, Hausboot, Tiny House, Containerhaus, Denkmalschutzwohnung — sollte seinen Versicherer explizit darauf hinweisen und fragen, ob diese Situation vollständig abgedeckt ist. Viele Standardtarife schließen untypische Wohnsituationen aus oder haben eingeschränkte Deckung.

Situation geändert bei Mieter: Police mitziehen lassen

Lebensveränderungen erfordern Versicherungsanpassungen: Umzug in eine andere Stadt oder Wohnung — Versicherer informieren, Prämie? kann steigen oder sinken. Heirat oder Familienzuwachs — Hausratwert steigt, Summe anpassen. Scheidung — Wer bekommt welche Gegenstände? Vertrag anpassen. Erben — Erbstücke können den Hausratwert erheblich erhöhen. Homeoffice — Büroausstattung separat absichern.

Mehrere-Schaden: Was bekomme ich konkret erstattet?

Einbruch in eine 75-qm-Wohnung in Köln. Gestohlen: Laptop (1.200 €), Tablet (500 €), Bargeld? (300 €), Schmuck (800 €). Tür aufgebrochen: Reparaturkosten 600 €. Gesamtschaden: 3.400 €.

Hausratversicherung erstattet (Beispiel, Police 45.000 €, kein Selbstbehalt):

PositionErstattetHinweis
Laptop / Tablet1.700 €Neuwertersatz, falls Neuwerttarif
Bargeldbis 300 € (limit)Bargeld oft auf 300–500 € begrenzt
Schmuckbis 20 % der VS (9.000 €)Wenn Schmuck Einzelwert unter 1.000 €
Türreparatur600 €Schlosserrechnung einreichen

Beim Mehrere-Vergleich auf diese Faktoren achten

Die Unterschiede zwischen Tarifen sind erheblich: Für dieselbe Wohnung können zwei verschiedene Anbieter bis zu 60 % unterschiedliche Prämien berechnen – bei ähnlichem Schutzumfang. Ein strukturierter Vergleich lohnt sich daher in jedem Fall.

Beim Vergleich beachten:
  • Versicherungssumme realistisch ansetzen (650 € × qm als Faustregel)
  • Neuwertersatz statt Zeitwert? wählen – zahlt sich im Schadensfall aus
  • Selbstbehalt: 150 € senkt die Prämie, ohne den Schutz wesentlich zu schwächen
  • Fahrrad- und Glasbruchklausel je nach Bedarf einschließen

Häufig gestellte Fragen

Wie hoch sollte die Versicherungssumme meiner Hausratversicherung sein?

Als Faustregel gilt: 650 bis 700 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche. Bei hochwertiger Einrichtung, teuren Elektrogeräten oder Sammlungen sollten Sie die Summe entsprechend erhöhen. Eine Inventarliste hilft dabei, den tatsächlichen Wert exakt zu ermitteln.

Was ist der Unterschied zwischen Neuwert? und Zeitwert?

Der Neuwert entspricht dem aktuellen Kaufpreis eines gleichwertigen neuen Gegenstands. Der Zeitwert berücksichtigt Alter und Abnutzung. Im Schadensfall bedeutet ein Zeitwerttarif deutlich geringere Entschädigungen – besonders bei älteren Geräten. Wählen Sie immer einen Neuwerttarif.

Wann greift die grobe Fahrlässigkeit?

Grobe Fahrlässigkeit liegt vor, wenn Sie die im Verkehr übliche Sorgfalt in besonders schwerem Maße verletzt haben – etwa wenn Sie vergessen haben, ein Fenster zu schließen, bevor Sie in den Urlaub fahren. Viele Premium-Tarife schließen grobe Fahrlässigkeit? ein und verzichten auf die Kürzung der Entschädigung?.

Wie kann ich bei der Hausratversicherung sparen?

Am meisten sparen Sie durch: regelmäßigen Tarifvergleich (alle 2 Jahre), Jahreszahlung statt monatlich (ca. 5 Prozent Rabatt), höheren Selbstbehalt, Sicherheitsmaßnahmen wie VdS-Schlösser oder Alarmanlage. Auch der Wechsel zu einem Direktversicherer kann die Prämie erheblich senken.

Gilt die Hausratversicherung auch für Gegenstände außerhalb der Wohnung?

Ja – über die sogenannte Außenversicherung. Diese schützt Ihren Hausrat auch unterwegs, z. B. im Hotel, Auto oder am Urlaubsort. Typischerweise ist die Außenversicherung? auf 10 bis 20 Prozent der Versicherungssumme begrenzt. Für Fahrräder ist meist ein separater Einschluss nötig.

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Stand: 12. Oktober 2024 2 Min. Lesezeit
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