Familien haben besondere Anforderungen an die Hausratversicherung — mehr Hausratwert, höheres Schadensrisiko durch Kinder und spezifische Klauseln.
Was Familien bei der Hausratversicherung beachten müssen
- Versicherungssumme: Mit Kindern wächst der Hausrat? — regelmäßig anpassen
- Kinderschäden: Zahlt die Versicherung wenn Kinder etwas beschädigen?
- Grobe Fahrlässigkeit: Besonders wichtig für Familien — Kinder machen Unfälle
Zahlt die Hausratversicherung bei Kinderschäden?
Kinder unter 7 Jahren sind deliktunfähig — ihre Schäden am eigenen Hausrat sind nicht über Hausrat gedeckt (kein Fremder ist geschädigt). Für Schäden an fremdem Eigentum durch Kinder: Privathaftpflicht? mit Kindereinschluss.
Klauseln für Familien
- Grobe Fahrlässigkeit mitversichern — Kinder sind naturgemäß unachtsam
- Fahrradklausel?: Wenn die Familie Fahrräder hat, lohnt sich das
- Elementarschutz: Besonders wenn im Garten gespielt wird
Was wollen Versicherungsnehmer bei Umzug wissen?
Ist die Hausratversicherung Pflicht? Nein — sie ist freiwillig, aber dringend empfohlen. 3 von 4 deutschen Haushalten haben sie.
Was kostet eine Hausratversicherung? Im Schnitt 90–150 € pro Jahr für einen Normalhausha. Die Prämie? hängt von Wohnort, Wohnungsgröße und Versicherungssumme? ab.
Wie berechne ich die Versicherungssumme? Mit der Faustformel: Wohnfläche? in qm × 650 €. Bei 80 qm sind das 52.000 €.
Was ist nicht versichert? Elementarschäden? (ohne Zusatz), grobe Fahrlässigkeit (ohne Klausel?), Bargeld? über 1.000 €, Kfz-Schäden.
Regelmäßiger Check bei Umzug: Wann und warum?
Die Versicherungssumme sollte mindestens alle 2–3 Jahre überprüft werden. Konkrete Anlässe:
- Neue Möbel oder Elektronik angeschafft
- Wertgegenstände geerbt (Schmuck, Kunst)
- Umzug? in größere oder kleinere Wohnung
- Hochzeit oder Geburt eines Kindes
Eine zu niedrige Summe führt zu Unterversicherung — im Schadensfall? wird jeder Betrag anteilig gekürzt. Das kann sehr teuer werden.
Umzug-Vergleich: Das sind die Schlüsselkriterien
Im aktuellen Vergleich überzeugen diese Anbieter besonders:
- HUK-COBURG: Günstigster großer Anbieter, häufig Testsieger Preis-Leistung
- Alte Leipziger: Mehrfacher Testsieger Stiftung Warentest, sehr gute Deckung
- DEVK: Hohe Kundenzufriedenheit, besonders in NRW und Westdeutschland
- Allianz: Premium-Anbieter mit umfangreichem Service und Beratungsnetz
- CosmosDirekt: Günstiger Online-Tarif?, guter Direktabschluss
Wichtig: Preisunterschiede bei identischer Leistung können bis zu 60 % betragen. Immer mindestens 3 Tarife vergleichen.
Die Hausratversicherung gehört zu den wichtigsten Versicherungen für Mieter? und Eigenheimbesitzer in Deutschland. 3 von 4 deutschen Haushalten sind hausratversichert — ein klares Signal, dass sich der Schutz lohnt. In diesem Ratgeber zeigen wir, was du zu diesem Thema wissen musst.
Umzug: Ja, Nein, Vielleicht – was ist versichert?
Versichert sind alle beweglichen Gegenstände in deiner Wohnung gegen folgende Gefahren:
- Einbruchdiebstahl?: Gestohlene oder beschädigte Gegenstände bei Einbruch — 28 % aller Schadensfälle, Durchschnittsschaden 3.000–4.000 €
- Leitungswasserschäden: Rohrbruch?, Wasserrohrdefekte, Waschmaschinen-Lecks — 37 % aller Fälle, häufigstes Schadenereignis
- Sturm und Hagel: Ab Windstärke 8, 18 % aller Schadensfälle
- Feuer und Blitzschlag?: Vollständiger Schutz bei Brand, 10 % aller Fälle, Durchschnittsschaden über 8.000 €
Darüber hinaus sind je nach Tarif weitere Leistungen möglich: Elementarschäden (Hochwasser, Starkregen), Fahrraddiebstahl?, Glasbruch, Hausrat auf Reisen (Außenversicherung?).
Preisorientierung: Hausratpolice für Umzug
Im Schnitt zahlen deutsche Haushalte 90–150 € pro Jahr für eine gute Hausratversicherung — das entspricht 7,50–12,50 € pro Monat. Für diesen Betrag ist der gesamte Hausrat abgesichert.
| Wohnungsgröße | Versicherungssumme | Jahresprämie (ca.) |
|---|---|---|
| 40 qm | 26.000 € | 50–78 € |
| 60 qm | 39.000 € | 72–110 € |
| 80 qm | 52.000 € | 95–145 € |
| 100 qm | 65.000 € | 118–178 € |
| 120 qm | 78.000 € | 140–210 € |
Versicherungssumme berechnen: Wohnfläche in qm × 650 € = Versicherungssumme. Dieser Wert gilt für durchschnittlich eingerichtete Haushalte.
Umzug-Klauseln: Was ist kritisch?
- Neuwertentschädigung: Du bekommst den heutigen Wiederbeschaffungspreis — nicht den abgenutzten Zeitwert?. Der Unterschied kann tausende Euro betragen.
- Grobe Fahrlässigkeit: Wenn du eine brennende Kerze vergisst oder das Fenster offen lässt — mit dieser Klausel zahlt die Versicherung trotzdem.
- Unterversicherungsverzicht: Schutz vor anteiliger Kürzung, wenn die Versicherungssumme leicht zu niedrig ist.
- Fahrradklausel: Diebstahl? außerhalb der Wohnung mitversichert — in Städten fast immer sinnvoll.
- Elementarschutz: Hochwasser, Starkregen, Erdrutsch? — als Zusatzbaustein buchbar, in Risikolagen wichtig.
Umzug: Fehler erkennen, bevor sie teuer werden
- Unterversicherung?: Versicherungssumme zu niedrig gewählt — führt zu anteiliger Kürzung im Schadensfall
- Zeitwert-Tarif: Alter Laptop oder Sofa wird nur mit Restbuchwert erstattet — Neuwertklausel? ist unverzichtbar
- Schaden zu spät gemeldet: Obliegenheitsverletzung kann zur Leistungskürzung führen
- Zu selten verglichen: Bestandskunden zahlen oft 20–40 % mehr als Neukunden für identische Leistung
Wohnung: Vor Vertragsabschluss unbedingt prüfen
- Versicherungssumme nach Formel korrekt berechnen: Wohnfläche × 650 €
- Neuwertentschädigung immer wählen — keine Ausnahme
- Mindestens 3 Tarife vergleichen — Preisunterschiede bis 60 % sind normal
- Online abschließen: bis 30 % günstiger als über Außendienst
- Kündigungsfrist beachten: 3 Monate zum Ablaufdatum — Sonderkündigungsrecht bei Beitragserhöhung nutzen
- Jährlich zahlen: meist 3–5 % günstiger als monatliche Zahlung
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Typische Fragen rund um Hausratversicherung beim Umzug
Wie berechne ich die richtige Versicherungssumme?
Die Standardformel: Wohnfläche in qm × 650 € = Versicherungssumme. Diese Faustregel deckt einen durchschnittlich eingerichteten Haushalt ab. Wer hochwertige Möbel, teure Elektronik oder Sammlerstücke hat, sollte die Summe höher ansetzen – und Einzelobjekte über 1.000 € explizit im Vertrag nennen.
Muss ich jeden Schaden melden, auch kleine?
Nicht unbedingt. Sehr kleine Schäden unter dem Selbstbehalt? lohnen sich nicht zu melden. Außerdem: Zu viele Schäden in kurzer Zeit können zu Prämienerhöhungen führen oder im Extremfall zur Kündigung? durch den Versicherer. Daher: Kleinschäden selbst tragen, nur relevante Schäden melden.
Was ist der Unterschied zwischen Hausrat- und Gebäudeversicherung?
Hausratversicherung: Schützt dein persönliches Eigentum (alles, was du beim Umzug mitnehmen würdest). Wohngebäudeversicherung: Schützt das Gebäude selbst (Wände, Dach, fest eingebaute Heizung). Als Mieter brauchst du nur die Hausratversicherung – die Gebäudeversicherung ist Sache des Vermieters.
Das Wichtigste zusammengefasst
Eine gut gewählte Hausratversicherung schützt Ihren gesamten Hausrat vor den finanziellen Folgen unvorhergesehener Ereignisse. Damit Sie den richtigen Schutz finden, haben wir die wichtigsten Punkte noch einmal zusammengefasst.
Checkliste: Optimaler Versicherungsschutz
- Deckungssumme korrekt berechnen: Faustformel 650 bis 700 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche – bei hochwertiger Einrichtung mehr
- Neuwerttarif wählen: Nur der Neuwert? stellt Ihren Hausrat vollständig wieder her – der Zeitwert reicht selten aus
- Grobe Fahrlässigkeit einschließen: Missgeschicke im Alltag sind häufig – der Einschluss kostet wenig und schützt viel
- Elementarschäden prüfen: Überschwemmung?, Erdrutsch und Starkregen sind in vielen Standardtarifen nicht enthalten
- Jährlich überprüfen: Neue Anschaffungen, Umzug oder Familienzuwachs ändern den Versicherungsbedarf
Typische Versicherungslücken vermeiden
Viele Haushalte sind entweder unter- oder überversichert. Unterversicherung entsteht oft, wenn die Police seit dem Erstabschluss nie angepasst wurde. Überversicherung liegt vor, wenn Sie für eine hohe Versicherungssumme zahlen, die weit über dem tatsächlichen Wert Ihres Hausrats liegt.
Führen Sie alle zwei bis drei Jahre einen Hausrat-Check durch: Welche neuen Anschaffungen wurden nicht gemeldet? Hat sich die Wohnfläche verändert? Gibt es besonders wertvolle Gegenstände wie Schmuck oder Sammlungen, die einer Sondervereinbarung bedürfen?
Der richtige Zeitpunkt zum Wechseln
Wenn Ihre aktuelle Police mehr als fünf Jahre alt ist und nie angepasst wurde, lohnt sich ein Vergleich. Die Prämien und Leistungen haben sich in den letzten Jahren deutlich verbessert. Häufig lässt sich bei gleichem oder besserem Schutz 20 bis 40 Prozent sparen.
Häufig gestellte Fragen
Wie hoch sollte die Versicherungssumme meiner Hausratversicherung sein?
Als Faustregel gilt: 650 bis 700 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche. Bei hochwertiger Einrichtung, teuren Elektrogeräten oder Sammlungen sollten Sie die Summe entsprechend erhöhen. Eine Inventarliste? hilft dabei, den tatsächlichen Wert exakt zu ermitteln.
Was ist der Unterschied zwischen Neuwert und Zeitwert?
Der Neuwert entspricht dem aktuellen Kaufpreis eines gleichwertigen neuen Gegenstands. Der Zeitwert berücksichtigt Alter und Abnutzung. Im Schadensfall bedeutet ein Zeitwerttarif deutlich geringere Entschädigungen – besonders bei älteren Geräten. Wählen Sie immer einen Neuwerttarif.
Wann greift die grobe Fahrlässigkeit??
Grobe Fahrlässigkeit liegt vor, wenn Sie die im Verkehr übliche Sorgfalt in besonders schwerem Maße verletzt haben – etwa wenn Sie vergessen haben, ein Fenster zu schließen, bevor Sie in den Urlaub fahren. Viele Premium-Tarife schließen grobe Fahrlässigkeit ein und verzichten auf die Kürzung der Entschädigung?.
Wie kann ich bei der Hausratversicherung sparen?
Am meisten sparen Sie durch: regelmäßigen Tarifvergleich (alle 2 Jahre), Jahreszahlung statt monatlich (ca. 5 Prozent Rabatt), höheren Selbstbehalt, Sicherheitsmaßnahmen wie VdS-Schlösser oder Alarmanlage. Auch der Wechsel zu einem Direktversicherer? kann die Prämie erheblich senken.
Gilt die Hausratversicherung auch für Gegenstände außerhalb der Wohnung?
Ja – über die sogenannte Außenversicherung. Diese schützt Ihren Hausrat auch unterwegs, z. B. im Hotel, Auto oder am Urlaubsort. Typischerweise ist die Außenversicherung auf 10 bis 20 Prozent der Versicherungssumme begrenzt. Für Fahrräder ist meist ein separater Einschluss nötig.