Wer ist bei der Hausratversicherung mitversichert? Familie, WG & Partner

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Frau scrollt durch Versicherungs-App auf Tablet im Wohnzimmer

Ihre Familie, Ihr Partner, Ihre Kinder — wer ist automatisch mitversichert in Ihrer Hausratversicherung? Und was gilt für WG-Bewohner, Au-Pairs und Untermieter?

Das Wichtigste in Kürze
Redaktionell geprüft · hausratversicherung.one · 2026

Wer ist bei der Hausratversicherung mitversichert?

Eine der häufigsten Fragen zur Hausratversicherung: Wer ist eigentlich mitversichert? Der Versicherungsnehmer — das ist klar. Aber was ist mit Ehepartner, Kindern, dem Mitbewohner oder dem Untermieter?

Automatisch mitversichert: Der Haushalt

Standard in deutschen Hausratversicherungen ist, dass alle Personen, die in dem versicherten Haushalt leben, mitversichert sind. Das umfasst:

  • Ehepartner und eingetragene Lebenspartner — automatisch mitversichert
  • Kinder — mitversichert, solange sie im elterlichen Haushalt leben
  • Nicht eheliche Lebenspartner — in den meisten Tarifen ebenfalls mitversichert (manchmal explizite Erwähnung nötig)
  • Haushaltsangehörige (z.B. pflegebedürftige Eltern, die im selben Haushalt wohnen)

Kinder im Studium: Mitversichert oder nicht?

Ein häufiger Streitpunkt: Sind Kinder im Studium in einer eigenen WG noch mitversichert? Die Antwort hängt vom Tarif? ab:

  • Viele Tarife: Kinder im Studium sind bis zu einem bestimmten Alter (oft 25–27 Jahre) mitversichert, wenn sie noch im elterlichen Haushalt gemeldet sind oder zeitlich begrenzt in einer Erst-Wohnung leben
  • Besser: Im Tarif nachschlagen oder beim Versicherer nachfragen
  • Sicherste Lösung: Eine eigene, günstige Hausratversicherung für Studierende (oft ab 35 Euro/Jahr)

WG-Mitbewohner: nicht mitversichert

WG-Bewohner, die nicht zum versicherten Haushalt gehören, sind in der Regel nicht mitversichert. Die Hausratversicherung schützt nur den gemeinsamen Hausrat? des Versicherungsnehmers — nicht das Eigentum von Mitbewohnern mit eigenem Mietvertrag.

Jeder WG-Bewohner sollte eine eigene Hausratversicherung abschließen. Diese ist für WG-gerechte Wohnflächen (10–20 m² Zimmer) schon ab ca. 30–50 Euro/Jahr zu haben.

Untermieter: ein Sonderfall

Wenn Sie einen Untermieter bei sich aufnehmen, ist sein Eigentum von Ihrer Versicherung nicht gedeckt. Umgekehrt: Schäden, die der Untermieter an Ihrem Hausrat verursacht, können Sie über Ihre Versicherung regulieren lassen — der Untermieter haftet dann persönlich gegenüber der Versicherung.

Au-Pair und Haushaltshilfen

Ein Au-Pair, das im Haushalt lebt, ist als Haushaltsmitglied in der Regel mitversichert. Das eigene Gepäck und persönliche Gegenstände des Au-Pairs sind jedoch in Ihrer Hausratversicherung nur im Rahmen der allgemeinen Außenversicherungsklausel gedeckt — nicht wie eigener Hausrat.

Typische Fragen rund um Wer ist bei der Hausratversich

Wie berechne ich die richtige Versicherungssumme?

Die Standardformel: Wohnfläche? in qm × 650 € = Versicherungssumme?. Diese Faustregel deckt einen durchschnittlich eingerichteten Haushalt ab. Wer hochwertige Möbel, teure Elektronik oder Sammlerstücke hat, sollte die Summe höher ansetzen – und Einzelobjekte über 1.000 € explizit im Vertrag nennen.

Muss ich jeden Schaden melden, auch kleine?

Nicht unbedingt. Sehr kleine Schäden unter dem Selbstbehalt? lohnen sich nicht zu melden. Außerdem: Zu viele Schäden in kurzer Zeit können zu Prämienerhöhungen führen oder im Extremfall zur Kündigung? durch den Versicherer. Daher: Kleinschäden selbst tragen, nur relevante Schäden melden.

Was ist der Unterschied zwischen Hausrat- und Gebäudeversicherung?

Hausratversicherung: Schützt dein persönliches Eigentum (alles, was du beim Umzug? mitnehmen würdest). Wohngebäudeversicherung: Schützt das Gebäude selbst (Wände, Dach, fest eingebaute Heizung). Als Mieter? brauchst du nur die Hausratversicherung – die Gebäudeversicherung ist Sache des Vermieters.

Mitversicherte: Faustformel und Anpassung in der Praxis

Die wichtigste Frage bei der Hausratversicherung ist die richtige Versicherungssumme. Zu wenig versichert — und Sie erhalten im Schadensfall? nur anteilige Erstattung (Unterversicherung). Zu viel versichert — und Sie zahlen unnötig hohe Prämien. Die bewährte Faustformel: 650 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche. Für eine 80-qm-Wohnung wären das 52.000 Euro. Wer überdurchschnittlich viel Elektronik, E-Bikes oder Sammlungen besitzt, sollte diesen Wert nach oben korrigieren.

Zusatzschutz bei Mitversicherte: Sinnvoll oder nicht?

Nicht jeder Zusatzbaustein ist für jeden Haushalt sinnvoll. Elementarschutz (Überschwemmung?, Erdbeben?) ist für alle Haushalte mit Keller? oder Gewässernähe unverzichtbar — bundesweit sollte er eingeschlossen sein. Fahrradklausel?: Pflicht für E-Bike?-Besitzer. Glasbruchversicherung: Sinnvoll bei großen Terrassenscheiben oder Ceranfeld. Außenversicherung: Wichtig für Diebstahl? auf Reisen. Cyberschutz: Neu und für technikaffine Haushalte relevant. Alles andere sind "nice-to-have" — prüfen Sie den Mehrwert konkret.

Unterversicherung bei Mitversicherte ausschließen

Wenn die Versicherungssumme unter dem tatsächlichen Hausratwert liegt, spricht man von Unterversicherung?. Im Schadensfall zahlt die Versicherung dann nur anteilig:

Formel: Erstattung = Schaden × (Versicherungssumme ÷ tatsächlicher Wert)

Beispiel: Hausratwert 60.000 €, Versicherungssumme 40.000 €, Schaden 6.000 € → Erstattung nur 4.000 €. Das ist ein Verlust von 2.000 € durch Unterversicherung. Vermeidung: Versicherungssumme alle 3–5 Jahre aktualisieren.

Muss-Haben-Liste für Mitversicherte-Haushalte

BausteinWichtigkeitFür wen besonders?
Einbruchdiebstahl?PflichtAlle Haushalte
LeitungswasserschadenPflichtBesonders Altbau
Feuer / Blitzschlag?PflichtAlle Haushalte
FahrradklauselEmpfohlenAktive Fahrradfahrer, Städte
GlasbruchOptionalGroße Glasfronten, Kamine
ElementarschutzEmpfohlenFluss-/Hangnähe, Keller
NeuwertersatzEmpfohlenHochwertige Ausstattung

Häufig gestellte Fragen

Wie hoch sollte die Versicherungssumme meiner Hausratversicherung sein?

Als Faustregel gilt: 650 bis 700 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche. Bei hochwertiger Einrichtung, teuren Elektrogeräten oder Sammlungen sollten Sie die Summe entsprechend erhöhen. Eine Inventarliste? hilft dabei, den tatsächlichen Wert exakt zu ermitteln.

Was ist der Unterschied zwischen Neuwert? und Zeitwert??

Der Neuwert entspricht dem aktuellen Kaufpreis eines gleichwertigen neuen Gegenstands. Der Zeitwert berücksichtigt Alter und Abnutzung. Im Schadensfall bedeutet ein Zeitwerttarif deutlich geringere Entschädigungen – besonders bei älteren Geräten. Wählen Sie immer einen Neuwerttarif.

Wann greift die grobe Fahrlässigkeit?

Grobe Fahrlässigkeit liegt vor, wenn Sie die im Verkehr übliche Sorgfalt in besonders schwerem Maße verletzt haben – etwa wenn Sie vergessen haben, ein Fenster zu schließen, bevor Sie in den Urlaub fahren. Viele Premium-Tarife schließen grobe Fahrlässigkeit? ein und verzichten auf die Kürzung der Entschädigung?.

Wie kann ich bei der Hausratversicherung sparen?

Am meisten sparen Sie durch: regelmäßigen Tarifvergleich (alle 2 Jahre), Jahreszahlung statt monatlich (ca. 5 Prozent Rabatt), höheren Selbstbehalt, Sicherheitsmaßnahmen wie VdS-Schlösser oder Alarmanlage. Auch der Wechsel zu einem Direktversicherer kann die Prämie? erheblich senken.

Gilt die Hausratversicherung auch für Gegenstände außerhalb der Wohnung?

Ja – über die sogenannte Außenversicherung?. Diese schützt Ihren Hausrat auch unterwegs, z. B. im Hotel, Auto oder am Urlaubsort. Typischerweise ist die Außenversicherung auf 10 bis 20 Prozent der Versicherungssumme begrenzt. Für Fahrräder ist meist ein separater Einschluss nötig.

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Stand: 3. Juli 2023 7 Min. Lesezeit
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