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Versicherungssumme berechnen: Schritt-für-Schritt-Anleitung

8 Min. Lesezeit
Mann sortiert Versicherungsunterlagen in Ordner am Schreibtisch

Die richtige Versicherungssumme ist entscheidend — zu niedrig bedeutet Unterversicherung, zu hoch bedeutet unnötige Kosten. Schritt-für-Schritt zum korrekten Hausratwert.

Das Wichtigste in Kürze
  • Methode 1: Pauschalmethode (schnell und einfach)
  • Methode 2: Inventarisierung (genau und zuverlässig)
  • Methode 3: Hybridansatz (empfohlen)
  • Aktualisierung: Wie oft?
  • Jetzt Tarife kostenlos vergleichen →
Redaktionell geprüft · hausratversicherung.one · 2026

Die Versicherungssumme ist das Herzstück jeder Hausratversicherung. Zu niedrig: Unterversicherung und anteilige Kürzung im Schadensfall?. Zu hoch: Sie zahlen mehr Prämie? als nötig. Diese Anleitung hilft Ihnen, den richtigen Betrag zu ermitteln.

Methode 1: Pauschalmethode (schnell und einfach)

Die häufigste Methode: Wohnfläche? multipliziert mit einem Pauschalbetrag:

  • Standard-Haushalt: Wohnfläche × 650 Euro
  • Gehobene Einrichtung: Wohnfläche × 800 Euro
  • Luxus-Ausstattung: Wohnfläche × 1.000 Euro und mehr

Beispiel: 80 m² × 650 Euro = 52.000 Euro Versicherungssumme?

Vorteil: Einfach. Nachteil: Passt nicht zu ungewöhnlich wertvollem oder wenig wertvollem Hausrat?.

Methode 2: Inventarisierung (genau und zuverlässig)

Gehen Sie Zimmer für Zimmer durch und schätzen Sie den heutigen Neuwert? aller Gegenstände:

Wohnzimmer

  • Sofagarnitur: _____ Euro
  • TV und Unterhaltungselektronik: _____ Euro
  • Teppiche, Vorhänge, Deko: _____ Euro

Schlafzimmer

  • Bett, Matratze, Schrank: _____ Euro
  • Kleidung (insgesamt): _____ Euro

Küche

  • Haushaltsgeräte (Kühlschrank, Herd, Spülmaschine): _____ Euro
  • Küchenkleingeräte: _____ Euro

Besondere Wertgegenstände

  • Schmuck und Uhren: _____ Euro
  • Fahrräder: _____ Euro
  • Musikinstrumente: _____ Euro

Summe aller Zimmer = Versicherungssumme

Methode 3: Hybridansatz (empfohlen)

Nutzen Sie die Pauschalmethode als Basis und ergänzen Sie bekannte hochwertige Gegenstände:

  1. Wohnfläche × 650 Euro = Basiswert
  2. Teure Einzelgegenstände addieren (Schmuck, Fahrrad, teure Elektronik)
  3. Ergebnis = Versicherungssumme

Aktualisierung: Wie oft?

  • Mindestens alle 3 Jahre
  • Nach größeren Anschaffungen (sofort)
  • Nach Umzug? (sofort)
  • Bei Lebensveränderungen (Heirat, Kind, Erbschaft)

Das fragen Leser zu Versicherungssumme berechnen:

Wie berechne ich die richtige Versicherungssumme?

Die Standardformel: Wohnfläche in qm × 650 € = Versicherungssumme. Diese Faustregel deckt einen durchschnittlich eingerichteten Haushalt ab. Wer hochwertige Möbel, teure Elektronik oder Sammlerstücke hat, sollte die Summe höher ansetzen – und Einzelobjekte über 1.000 € explizit im Vertrag nennen.

Muss ich jeden Schaden melden, auch kleine?

Nicht unbedingt. Sehr kleine Schäden unter dem Selbstbehalt? lohnen sich nicht zu melden. Außerdem: Zu viele Schäden in kurzer Zeit können zu Prämienerhöhungen führen oder im Extremfall zur Kündigung? durch den Versicherer. Daher: Kleinschäden selbst tragen, nur relevante Schäden melden.

Was ist der Unterschied zwischen Hausrat- und Gebäudeversicherung?

Hausratversicherung: Schützt dein persönliches Eigentum (alles, was du beim Umzug mitnehmen würdest). Wohngebäudeversicherung: Schützt das Gebäude selbst (Wände, Dach, fest eingebaute Heizung). Als Mieter? brauchst du nur die Hausratversicherung – die Gebäudeversicherung ist Sache des Vermieters.

FAQ: Hausratversicherung Versicherungssumme

Viele Versicherungsnehmer fragen sich, ob ihre Hausratversicherung im Schadensfall wirklich zahlt. Grundsätzlich gilt: Wer seinen Hausrat realistisch bewertet, die richtigen Bausteine gewählt hat und einen Schaden korrekt meldet, erhält seine Erstattung. Probleme entstehen meist durch Unterversicherung?, fehlende Dokumentation oder gemeldete Schäden, die kein versichertes Ereignis waren.

Prämienoptimierung für Versicherungßumme: So geht es konkret

Die Prämie der Hausratversicherung lässt sich durch verschiedene Maßnahmen senken: Selbstbeteiligung erhöhen — 150–300 Euro Selbstbeteiligung? reduzieren die Jahresprämie oft um 10–20%. Mehrjahresvertrag — viele Anbieter geben Rabatt bei 2-jähriger Laufzeit. Zahlungsweise — Jahreszahlung ist meist günstiger als monatliche Zahlung. Sicherheitstechnik — zertifizierter Einbruchschutz kann Prämien senken. Kein Schaden-Bonus — manche Versicherer geben nach schadenfreien Jahren Rabatt.

Summenberechnung für Versicherungssumme: Schritt für Schritt

Die wichtigste Frage bei der Hausratversicherung ist die richtige Versicherungssumme. Zu wenig versichert — und Sie erhalten im Schadensfall nur anteilige Erstattung (Unterversicherung). Zu viel versichert — und Sie zahlen unnötig hohe Prämien. Die bewährte Faustformel: 650 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche. Für eine 80-qm-Wohnung wären das 52.000 Euro. Wer überdurchschnittlich viel Elektronik, E-Bikes oder Sammlungen besitzt, sollte diesen Wert nach oben korrigieren.

Extras in der Versicherungssumme-Police: Was bringt etwas?

Nicht jeder Zusatzbaustein ist für jeden Haushalt sinnvoll. Elementarschutz (Überschwemmung?, Erdbeben?) ist für alle Haushalte mit Keller? oder Gewässernähe unverzichtbar — bundesweit sollte er eingeschlossen sein. Fahrradklausel?: Pflicht für E-Bike?-Besitzer. Glasbruchversicherung: Sinnvoll bei großen Terrassenscheiben oder Ceranfeld. Außenversicherung: Wichtig für Diebstahl? auf Reisen. Cyberschutz: Neu und für technikaffine Haushalte relevant. Alles andere sind "nice-to-have" — prüfen Sie den Mehrwert konkret.

Richtige Versicherungssumme für Versicherungssumme

Wenn die Versicherungssumme unter dem tatsächlichen Hausratwert liegt, spricht man von Unterversicherung. Im Schadensfall zahlt die Versicherung dann nur anteilig:

Formel: Erstattung = Schaden × (Versicherungssumme ÷ tatsächlicher Wert)

Beispiel: Hausratwert 60.000 €, Versicherungssumme 40.000 €, Schaden 6.000 € → Erstattung nur 4.000 €. Das ist ein Verlust von 2.000 € durch Unterversicherung. Vermeidung: Versicherungssumme alle 3–5 Jahre aktualisieren.

Was bei Versicherungssumme in der Police stehen muss

BausteinWichtigkeitFür wen besonders?
Einbruchdiebstahl?PflichtAlle Haushalte
LeitungswasserschadenPflichtBesonders Altbau
Feuer / Blitzschlag?PflichtAlle Haushalte
FahrradklauselEmpfohlenAktive Fahrradfahrer, Städte
GlasbruchOptionalGroße Glasfronten, Kamine
ElementarschutzEmpfohlenFluss-/Hangnähe, Keller
NeuwertersatzEmpfohlenHochwertige Ausstattung

Häufig gestellte Fragen

Wie hoch sollte die Versicherungssumme meiner Hausratversicherung sein?

Als Faustregel gilt: 650 bis 700 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche. Bei hochwertiger Einrichtung, teuren Elektrogeräten oder Sammlungen sollten Sie die Summe entsprechend erhöhen. Eine Inventarliste? hilft dabei, den tatsächlichen Wert exakt zu ermitteln.

Was ist der Unterschied zwischen Neuwert und Zeitwert??

Der Neuwert entspricht dem aktuellen Kaufpreis eines gleichwertigen neuen Gegenstands. Der Zeitwert berücksichtigt Alter und Abnutzung. Im Schadensfall bedeutet ein Zeitwerttarif deutlich geringere Entschädigungen – besonders bei älteren Geräten. Wählen Sie immer einen Neuwerttarif.

Wann greift die grobe Fahrlässigkeit?

Grobe Fahrlässigkeit liegt vor, wenn Sie die im Verkehr übliche Sorgfalt in besonders schwerem Maße verletzt haben – etwa wenn Sie vergessen haben, ein Fenster zu schließen, bevor Sie in den Urlaub fahren. Viele Premium-Tarife schließen grobe Fahrlässigkeit? ein und verzichten auf die Kürzung der Entschädigung?.

Wie kann ich bei der Hausratversicherung sparen?

Am meisten sparen Sie durch: regelmäßigen Tarifvergleich (alle 2 Jahre), Jahreszahlung statt monatlich (ca. 5 Prozent Rabatt), höheren Selbstbehalt, Sicherheitsmaßnahmen wie VdS-Schlösser oder Alarmanlage. Auch der Wechsel zu einem Direktversicherer? kann die Prämie erheblich senken.

Gilt die Hausratversicherung auch für Gegenstände außerhalb der Wohnung?

Ja – über die sogenannte Außenversicherung?. Diese schützt Ihren Hausrat auch unterwegs, z. B. im Hotel, Auto oder am Urlaubsort. Typischerweise ist die Außenversicherung auf 10 bis 20 Prozent der Versicherungssumme begrenzt. Für Fahrräder ist meist ein separater Einschluss nötig.

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Stand: 21. Januar 2023 8 Min. Lesezeit
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